Aktuelle Konzerte


Jubiläumskonzert 2020

Das Jubiläumskonzert musste leider abgesagt werden. Wir hoffen, dass wir das folgende Programm im Frühjahr für Sie spielen dürfen. Bleiben Sie gesund!

 


Das Programm

im Rahmen des Armin Schibler Festaktes

zum 100-jährigen Jubiläum

 

Karl Jenkins (1944*)

«Palladio» Concerto Grosso 

 

Armin Schibler (1920-1986)

Kleine konzertante Suite op. 36 g 

 

Carl Stamitz (1745-1801) 

Konzert für Flöte und Streichorchester in G-Dur op.29

 

Armin Schibler

Konzert für Schlagzeug, Klavier und Streichorchester op.76


Die Ausführenden

Orchester Divertimento Kreuzlingen-Konstanz

Dirigent: Mirco Capra

und den Solisten

Flöte: Emi Takada

Schlagzeug: Klaus Huber, Lukas Rechsteiner, Loris Keller, Mika Hebsacker, Adrian Popp

Piano: Timon Altwegg


Termine und Aufführungsorte

Sonntag, 15. November, 17 Uhr FINDET LEIDER NICHT STATT!

Wolkensteinsaal, Konstanz

 

Sonntag, 22. November, 17 Uhr FINDET LEIDER NICHT STATT!

Campus Aula, Kreuzlingen


100 Jahre Armin Schibler

Das Jahr 2020 markiert einen kulturellen Höhepunkt in der Schweizer Musikgeschichte – den 100. Geburtstag des Kreuzlinger Komponisten Armin Schibler (1920-1986). Er war zeitweise der meistgespielte Schweizer Komponist und seine Werke prägten das hiesige Musikschaffen massgeblich mit. 

 

Zum 100. Geburtstag hat der Freundeskreis Armin Schibler rund 30 Konzerte in der ganzen Schweiz mitorganisiert. Unterschiedliche Orchester und Ensembles nehmen sich über die gesamte Saison 20/21 Schiblers Werken an. Das Orchester Divertimento Kreuzlingen-Konstanz ist stolz darauf, am Ort von Schiblers Wirken eine wichtige Rolle in diesem Jubiläumszyklus übernehmen zu dürfen, und dies fast auf den Tag genau an seinem Geburtstag.

 

Vom Jubilar hören Sie die „Kleine konzertante Suite op.36“ aus dem Jahr 1955, sowie das „Konzert für 5 Schlagzeuger, Klavier und Streichorchester op.76“ von 1962.

Beide Werke wurden für Jugendorchester komponiert, sind aber alles andere als „einfach“, oder gar „leicht“. Die 6 Sätze der Suite op.36 sind alle knapp gefasst, bieten aber mannigfaltige rhythmische und musikalische Probleme. Die Titel der einzelnen Sätze lassen erahnen, dass barocke Tänze als Vorbilder gedient haben („Intrada“, „Gigue“, „Air“), hier aber natürlich stark stilisiert verwendet werden.

Ebenfalls 6 sätzig ist das wesentlich grossformatigere Konzert in der absolut aussergewöhnlichen Besetzung für 5 Schlagzeuger, Klavier und Streichorchester - vermutlich das einzige Werk in dieser Besetzung überhaupt. Bereits vor über 20 Jahren führte unser Orchester dieses Werk schon einmal auf; ebenfalls mit Klaus Huber und Timon Altwegg als Solisten. Diesmal gesellen sich noch Lukas Rechsteiner, sowie drei Schüler der beiden Schlagzeuger hinzu, damit wir das Werk nun in der „grossen“ Originalversion spielen können. Nicht nur in der Besetzung, sondern auch in den musikalischen Timbres, welche Schibler hier erzielt, ist das Werk aussergewöhnlich. Der letzte Satz ist eine Folge von Variationen über „I want to die easy when I die“, auch als „Wade in the Water“ bekannt. Schibler war Zeit seines Lebens von African-American Spirituals fasziniert, dieser aber hatte für ihn eine ganz besondere Bedeutung. Dass er als Schlusssatz gerade diese Melodie verwendete, unterstreicht die Wichtigkeit, welche dieses Werk für ihn persönlich besass.

 

Die beiden Schibler Werke werden jeweils eingeleitet von zwei kontrastierenden Stücken: In der ersten Hälfte ist dies Karl Jenkins Concerto Grosso „Palladio“ von 1996. Das Datum täuscht, denn das Werk ist keineswegs in einer zeitgenössischen Tonsprache, sondern quasi barock und beweist, dass es immer noch möglich ist „schöne“ Musik ohne Qualitätsverlust zu komponieren. Entstanden ist die Melodie des 1.Satzes übrigens bereits 1993 - als Musik zu einem Fernsehwerbespot für Diamanten!

Die 2. Hälfte wird eröffnet mit dem Flötenkonzert op. 29 von Carl Stamitz. Mit Emi Takada an der Flöte hören wir ein Konzert von klassischer Eleganz, Kantabilität und Virtuosität. Dem Allegro in Sonatenform und dem serenadenartigen Andante folgt das brilliante, an Mozart erinnernde Rondo, mit einem graziösen Menuett als Mittelteil.

 

Alle Werke werden von unserem Dirigenten Mirco Capra geleitet, der es fertig brachte, dieses für uns sehr anspruchsvolle Programm mit uns auf konzertreifes Niveau zu bringen.


Die Solistin Emi Takada, Querflöte

Emi Takada ist 1987 in Ishikawa (Japan) geboren und erhielt ihren ersten Querflötenunterricht im Alter von 15 Jahren. 2006-2010 studierte sie Querflöte in Kanagawa an der “Senzoku-Gakuen” Musikhochschule in der Klasse von Prof. Taro Otomo und Kammermusik bei Prof.Hiroshi Yamagishi und Harue Sugai. In folgendem Jahr zog sie nach Deutschland und studierte in der Musikhochschule Trossingen in der Klasse von Prof. Arife Gülsen Tatu. Mit Erfolg schloss sie ihr Masterstudium 2013 ab. 2013 folgte daraufhin ein Masterstudium im Bereich Orchester, das sie 2016 erfolgreich abschloss. Ab dem Wintersemester 2020 studiert sie Master im Bereich Pädagogik an der Musikhochschule Luzern. 

2014 gewann sie den 3.Preis beim internationalen Flötenwettbewerb in Marsyas (Türkei). In der Sparte Kammermusik erhielt sie mit ihrem Flötenquartett (Flöten’DATE) den 1. Preis mit Höchstpunktzahl beim internationalen Wettbewerb “12° Concorso Internazionale per Giovani Musicisti Luigi Zanuccoli” (Italien).

Sie tritt in Konzerten als Solistin oder im Orchester u.a. in Deutschland, Schweiz und Japan auf.